Am 14. August wurde im Josef-Ecker-Stift in Neuwied eine ganz besondere Tradition gepflegt: das Kräuterbinden anlässlich des Hochfestes Mariä Himmelfahrt. Mit viel Liebe, Engagement und einem feinen Gespür für alte Bräuche wurden im Rahmen eines gemeinsamen Nachmittags duftende Kräutersträußchen gebunden – eine schöne Gelegenheit, innezuhalten, Erinnerungen zu wecken und Gemeinschaft zu leben.
Zum Binden standen eine Vielzahl von Kräutern und Blumen bereit: Schafgarbe, Rosmarin, Minze, Lorbeer, Colakraut und viele weitere duftende Pflanzen. Manche Bewohnerinnen und Bewohner suchten sich selbst die Kräuter für ihre Sträußchen aus, stellten mit Bedacht ihre ganz persönlichen Bündel zusammen. Andere halfen tatkräftig mit, indem sie die kleinen Kräuterbündel mit Kordeln fest verschnürten.
Die Atmosphäre war erfüllt von vertrauten Düften, leiser Unterhaltung und herzlichem Lachen. Als kleine Erfrischung gab es Orangensaft mit einer erfrischenden Zitroneneiskugel – eine willkommene Abkühlung an diesem sommerlichen Tag.
Solche Veranstaltungen sind weit mehr als ein netter Zeitvertreib. Sie schaffen Verbindung – zwischen Vergangenheit und Gegenwart, zwischen den Menschen und ihren Erinnerungen, zwischen Pflegekräften, Ehrenamtlichen und Bewohnerinnen und Bewohnern. Gerade in einer Senioreneinrichtung sind diese Momente der Begegnung von unschätzbarem Wert.
Die gebundenen Kräutersträuße wurden am 15. August, an Mariä Himmelfahrt, feierlich in einem Wortgottesdienst gesegnet.
Anschließend wurden sie an die Bewohnerinnen und Bewohner verteilt.
Hinter der Heilung in den gesegneten Kräutern suchen wir das Heil auch für die Seele, für Geist und Gemüt.















