In unserer Tagespflege öffnet sich ein kleines Fenster in die Vergangenheit: Ein altes Kräuterbuch aus dem Jahr 1900 hat seinen Weg zu uns gefunden. Zwischen den vergilbten Seiten entfalten sich Geschichten über Heilpflanzen und ihre Anwendungen – von duftendem Rosmarin über leuchtende Ringelblumen bis hin zu erfrischender Zitronenmelisse, würzigem Estragon, heilsamem Salbei und der farbenfrohen Kapuzinerkresse. Auch die Holunderblüten dürfen nicht fehlen – ihr süßer Duft weckt Erinnerungen an frühere Sommer und Hausmittel aus Großmutters Zeiten.
Gemeinsam blättern unsere Tagesgäste in diesen alten Schätzen, erzählen von früher, tauschen Rezepte aus und staunen über das Wissen, das Generationen vor uns gesammelt haben. Es wird gerochen, gefühlt, probiert – und natürlich auch herzlich gelacht.
Als ein Gast beim Staunen über so viel altes Wissen schmunzelnd sagte:
„Man wird alt wie eine Kuh und lernt immer noch dazu!“,
da ging ein fröhliches Lachen durch die Runde. Ein schöner Moment, der zeigte, dass Lernen, Erinnern und Lebensfreude keine Frage des Alters sind.
So wachsen bei uns nicht nur Kräuter, sondern auch Erinnerungen, Gemeinschaft und Herzenswärme.



